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5 (1851) Der Abt
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Jeden ins Verderben bringt, der sie liebt, einen Fußbreit wei-ter fliehen sollte, um ihr elendes Dasein zu fristen!"

Der Leser wird schon längst dasselbe errathen haben, wasdie Königin durch ihr Gefühl entdeckt hatte, ehe ihre Augenes bestätigten. Es war das Gesicht des unglücklichen GeorgDouglas, auf welches der Tod sein Siegel drückte.

Sich' her, betrachte ihn genau," fuhr die Königin fort. So ist es Allen ergangen, die Maria Stewart geliebt haben!Die Königswürde Franzens, der Geist von Chastelar, die Kraftund der Muth Gordons, die Töne Rizzios, die jugendlich schönehohe Gestalt von Darnley, die Zuversicht und Artigkeit Both-wells und jetzt die schwärmerische Leidenschaft des edlen Douglas

Nichts konnte sie retten. Sie schauten die elende Mariaan, und sie zu lieben war hinlänglich einen frühen Tod zu ver-dienen! Kaum hatte das Opfer einen freundlichen Gedankengegen mich gefaßt, so waren Giftbecher, Axt und Block, Dolch,Mine bereit sie dafür zu strafen, daß sie ihre Liebe an ein sol-ches Geschöpf wie ich verschwendet hatten! Dränge mich nicht

ich will nicht weiter fliehen ich kann nur ein Mal ster-ben und ich will hier sterben."

Während dieser Worte flössen ihre Thränen reichlich aufdas Gesicht des sterbenden Mannes, welcher fortwährend seinenBlick auf sie geheftet hatte mit einer Eluth der Leidenschaft,welche kaum der Tod verlöschen konnte.Klagt nicht ummich," sprach er mit schwacher Stimme,sondern sorgt fürEure Rettung. Ich sterbe in meiner Rüstung, wie ein Dou-glas soll, und ich sterbe beweint von Marien Stewart."

Mit diesen Worten und ohne die Augen von ihr abzuwen-dcn gab er den Geist auf. Die Königin, deren Herz von einerWeichheit war, welche sie im häuslichen Leben und mit einempassenderen Gatten als Darnley glücklich gemacht haben würde,