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5 (1851) Der Abt
Entstehung
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Reitern herangesprengt kam. Roland, anstatt zu antworten,wandte sein Roß und jagte mit verhängtem Zügel über Höhenund Gräben auf Burg Crookstonc zu. Schwerer gerüstet undschwerfälliger beritten, setzte Herr Halbert ihm mit gefällterLanze nach, unter dem Ruf:Herr mit dem Eichenzweig,

haltet und beweiset Euer Recht, dies Kennzeichen zu tragen!Flieh' nicht so feigherzig und entehre nicht den unverdientenSchmuck! Halt, Feigling! oder, bei Gott, ich schlage dir mitdem Spieß das Kreuz ein und lasse dich wie eine Memmesterben! Ich bin der Ritter von Avenel, ich bin Herr HalbertGlendinning."

Aber Roland, in dessen Absicht es nicht lag, sich mit sei-nem alten Herrn zu messen, und der überdem wußte, daß dieRettung der Königin von seiner Eile abhing, erwiderte keinWort auf die Herausforderungen und Scheltworte des Ritters,sondern gebrauchte seine Sporen und ritt nur um so schärferzu. Er hatte einen Vorsprung von hundertundfünfzig Schritt,als er in der Nähe des Eibenbaums, bei welchem er die Kö-nigin verlassen hatte, anlangte und fand, daß sie und ihr Ge-folge eben aufstiegen. Aus Leibeskräften rief er:Der Feind!der Feind! Reitet zu, schöne Frauen! Edellcute, thutEure Pflicht in Beschützung derselben!"

Mit diesen Worten warf er sein Pferd herum, wich demStoß Herrn Halberes aus und rannte auf einen von dessenBegleitern mit solcher Heftigkeit an, daß er Roß und Mannniederwarf. Darauf zog er sein Schwert und griff den Zwei-ten an. Der schwarze Reisige batte sich dem Ritter von Avenelentgegengcworfen, und Beide rannten mit solcher Heftigkeitwider einander, daß ihre Rosse stürzten und die Reiter aufdem Boden hinrollten. Keiner von Beiden war im Stande sichaufzurichten. Der Schwarze war von Glendinnings Lanze durch-