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5 (1851) Der Abt
Entstehung
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sei, und im nächsten Augenblick war er überzeugt, daß dieWirkung dieses Angriffs entscheidend sein müßte. Den frischenTruppen konnten die durch den langen, hartnäckigen Kampfermüdeten Streiter der Königin nicht lange widerstehen.

Die Heersäule der Angreifer, welche bisher von obenherab gesehen eine geschloffene, von Federn überwogte Eisenmassegezeigt hatte, ward jetzt plötzlich da und dort durchbrochenund in wilder Verwirrung die Höhe hinab geworfen, welchesie so lange zu gewinnen gestrebt hatte. Vergebens erschollder Ruf der Führer, Stand zu halten, vergebens warfen sieselber sich auf den Feind. Sie sanken unter den Streichen dersiegreichen Gegner oder wurden im Strudel der Flucht undVerfolgung mit fortgcriffcn. Wie mochte es Rolanden zuMuthe sein, bei diesem Anblick und bei dem Gedanken, daßihm Nichts übrig blieb, als umzuwenden und für die Rettungder Königin zu sorgen! Er wollte vergehen vor Schmerz undScham; doch Schmerz und Scham waren vergessen, als erdicht unter sich den jungen Heinrich Seyton zu Fuß, von denScinigen getrennt, mit Staub und Blut bedeckt, verzweifeltgegen mehre Feinde kämpfen sah, deren Aufmerksamkeit durchseine schmucke Rüstung auf ihn gelenkt worden war. Rolandbesann sich keinen Augenblick, jagte die Höhe hinab, stürzte sichunter die Feinde, führte drei oder vier Streiche, welche zweider Angreifer niederstreckten und die andern zurücktrieben, faßteden Junker und ermahnte ihn, sich an die Mähne seinesPferdes anzuklammern.

Heute leben oder sterben wir zusammen," ries er.Haltet Euch fest, bis wir aus dem Gedränge sind, und danngehört mein Pferd Euch."

Seyton hörte ihn, raffte seine letzte Kraft zusammen undgelangte so mit Hülfe Rolands hinter die Anhöhe, von welcher