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5 (1851) Der Abt
Entstehung
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Spieße der vordersten Glieder bohrten sich in die Schilde undPanzer der Gegner ein, und der Kampf glich dem zweierStiere, welche mit den Stirnen wider einander gerannt sindund so stundenlang fest gegeneinander stehen, bis die größereStärke oder Hartnäckigkeit des einen den andern in die Fluchttreibt oder niederwirft. So aneinander hängend schoben sichbeide Theile einander langsam vorwärts und rückwärts, undwenn ein Lheil auf Augenblicke die Oberhand erhielt, wurdendie Gefallenen von Freunden wie von Feinden unter die Füßegerrctcn. Diejenigen, deren Waffen zerbrochen waren, zogensich aus dem ersten Gliede zurück und wurden durch Andereersetzt. Die Hinteren Glieder, welche nicht zum Handgemengekommen konnten, feuerten ihre Pistolen ab und schleudertenihre Dolche und die Klingen und Schäfte der zerbrochenenGewehre wie Wurfgeschosse gegen den Feind.

Gott und die Königin!" erscholl es von der einen Seite,Gott und der König!" von der andern, während dieKinder eines und desselben Landes im Namen ihrer Herrscherwechselseirig ihr Blut vergossen und im Namen ihres Schöpferssein Ebenbild schändeten. In dem wilden Getümmel vernahmman oft die befehlenden Stimmen der Führer und die Schreieund das Acchzen der Fallenden und Sterbenden.

Der Kampf hatte fast eine Stunde gedauert. Die Kräfteschienen auf beiden Seiten beinahe erschöpft zu sein, aber ihreWuth war ungesättigt und ihre Hartnäckigkeit ungebeugt. Daerblickte Roland, der für Alles um ihn her Auge und Ohrhatte, eine Schaar Fußvolk, die mit einigen Reisigen an derSpitze um den Fuß der Anhöhe, auf welcher er hielt, herum-schwenkte und mit gefälltem Speer dem Vortrab der Königinin die Flanke siel. Auf den ersten Blick sah er, daß der Leiterdieser Bewegung sein ehemaliger Herr, der Ritter von Avenel