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5 (1851) Der Abt
Entstehung
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Ein heftiges anhaltendes Geschütz- und Kleingewehrfeuerbildete den Chor zu diesen Worten, und schien weit mehr alsdiese den Muth der Königin wieder aufzufrischen.

Kommt zu dem Baum dort," sprach die Königin, nacheinem Eibenbaum auf einem kleinen Hügel dicht an der Burgdeutend.Ich kenne ihn. Von ihm aus habt ihr eine ebenso weite Aussicht wie von den Spitzen von Schchallion."

Von ihren Dienerinnen sich losmachend ging sie entschlosse-nen, doch etwas hastigen Schrittes auf den Stamm der herr-lichen Eibe zu- Der Abt, Katharine und Roland Avcnel folg-ten ihr, während Frau Fleming die geringeren Personen desGefolges fern hielt. Auch der schwarze Reiter folgte der Kö-nigin wie ihr Schatten, blieb aber immer in der Entfernungvon drei oder vier Schritten von ihr, die Arme übereinander-geschlagen, den Rücken der Schlacht zugekehrt, und, wie esschien, lediglich beschäftigt die Königin durch die Stangen sei-nes Visirs zu betrachten. Die Königin beachtete ihn nicht,sondern heftete ihre Augen auf den Eibenbaum mit seinen aus-gebreiteten Aesten.

Schöner, herrlicher Baum," sprach sie, als ob der An-blick sie an einen andern Ort versetzt und den Schauder über-wunden hätte, den sie bei der Annäherung an Crookstone em-pfunden.Da stehst du, lachend wie immer, obwohl du Kriegs-getümmel hörst, statt Liebesschwüre! Alles ist hin, seitdemich dich zum letzten Male begrüßt habe: Liebe und GeliebterGelöbniß und Verlobter König und Königthum. Wiesteht die Schlacht, gnädiger Herr Abt? Zu Unfern Gunstenhoff ich, doch was anders als Unglück können MariensAugen von hier erspähen!"

Die Leute des Gefolges blickten spähend nach dem Schlacht-felde, konnten aber Nichts weiter erkennen, als daß der Kampf