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5 (1851) Der Abt
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und könnte jeden Tropfen ihres Blutes mit zweien von demmeinigen loskaufen!"

Weiß ich nicht, daß du es möchtest?" entgegncte Katha-rine.Kann ein Weib zu einem Manne sagen, was ich dirbeinahe gesagt habe, und dabei glauben, er hege Furcht oderMattherzigkeit? In jenem fernen Getöse der bevorstehendenSchlacht ist Etwas, das mir behagt, während es mich er-schreckt. Ich wollte, ich wäre ein Mann, um diese wilde Lustohne Beimischung von Schrecken zu empfinden."

Reitet herbei, reitet herbei, Fräulein Katharine Seyton!"rief der Abt, als die kleine Schaar dicht unter den Mauernder Burg ansprcngte.Reitet herbei, und helft der FrauFleming die Königin halten; sie sinkt um."

Es wurde Halt gemacht und Maria aus dem Sattel ge-hoben. Man wollte sie in die Burg tragen; sie aber sagte mitschwacher Stimme:Nicht dahin, nicht dahin In dieseMauern will ich nimmermehr eintreten!"

Seid eine Königin, Madame," redete der Abt ihr zu,und vcrgcßt, daß Ihr ein Weib seid."

O, ich muß viel, viel mehr vergessen," antwortete dieunglückliche Königin leise,ehe ich mit festem Blicke diese wohl-bekannten Ocrllichkeiten betrachten kann! Ich muß die Lagevergessen, die ich hier als die Braut des Verlornen, Gemorde-ten verlebt habe."

Das ist die Burg Crookstone, in welcher die Königinihren ersten Hoftag nach der Vermählung mit Darnley hielt,"fügte Frau Fleming erklärend hinzu.

Gott, deine Hand liegt auf uns!" rief der Abt.Doch ermannt Euch, Madame, Eure Feinde sind die Feindeder heiligen Kirche, und Gott wird heut entscheiden, ob Schott-land katholisch oder ketzerisch sein soll."