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ihre Mannschaft zu ordnen. „Uno ihr, Herren," redete er zuRoland und Heinrich Seyton, welche sich anschickten, demwilden Haufen zu folgen. „Wollt ihr die Person der Königinunbewacht lassen?"
„O, verlaßt mich nicht, ihr Herren!" rief die Königin;„Roland und Seyton, verlaßt mich nicht. Es sind Armegenug da, um in diesem grimmigen Kampfe zu schlagen;zieht nicht diejenige» ab, auf welche ich für meine Sicherheitrechne!"
„Wir können Ihre Majestät nicht verlassen," sprach Ro-land zu Seyton, indem er sein Pferd wandte.
„Ich habe mir's doch gedacht, daß du so Etwas ersinnenwürdest," erwiderte der hitzige Jüngling.
Roland schwieg, biß sich aber in die Lippe, bis sic blutete,ritt zu Katharinen hin und flüsterte ihr zu: „Ich habe mirnoch nicht cinsallen lassen, daß ich Etwas gethan hätte, umEure Liebe zu verdienen. Aber heute habe ich zugehört, wiemir Feigheit vorgeworfen ward, und mein Schwert blieb inder Scheide — lediglich Euch zu Liebe."
„Wahnsinn hat uns Alle ergriffen," erwiderte das Fräu-lein. „Mein Bater, mein Bruder und Ihr habt, Einer wieder Andere, den Verstand verloren. Ihr solltet lediglich andiese arme Königin denken, und ihr seid Alle von einer alber-nen Eifersucht eingenommen. Der Mönch ist der einzige Krie-ger und besonnene Mann unter Euch Allen. — Gnädiger HerrAbt," rief sie, „war' cs nicht besser, wir zögen uns westwärtsund warteten dort den Erfolg ab, den Gott uns zu Theilwerden läßt, anstatt hier auf der Heerstraße zu bleiben, dieKönigin der Gefahr auszusetzen und die Truppen am Vorrückenzu hindern?"
„Ihr habt Recht, meine Tochter," antwortete der Abt.
Der Abt. III. 13