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5 (1851) Der Abt
Entstehung
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Gefecht gefürchtet hätte; aber der Ausgang war von solcherWichtigkeit für sein Vaterland und für ihn selbst, daß sein na-türliches Feuer weniger heftig aufloderte, aber dafür auch umso heißer glühte. Liebe, Ehre, Ruhm, Alles schien von demAusgang der einen Schlacht abzuhängen, welche vielleicht un-besonnen gewagt ward, jetzt aber unvermeidlich schien.

Als der Heerzug so weit gekommen war, daß er fast derStadt Glasgow parallel stand, bemerkte Roland, daß die vor-liegenden Höhen zum Lhcil schon von einer Streitmacht besetztwaren, welche, wie die seiner Partei, das königliche Bannerentfaltet hatte, und daß Schaaren zu Fuß und zu Roß, welcheaus der Stadt ausgerückt waren, rasch vorwärts eilten zurUnterstützung jener, welche den Truppen der Königin den Wegverlegten. Ein Reiter nach dem andern kam von der Vorhutherangcsprengt mit der Meldung: Murray sei mit seiner gan-zen Macht ins Feld gerückt; seine Absicht sei, den Marsch derKönigin aufzuhalten, und sein Vorhaben ohne Zweifel, eineSchlacht zu wagen. Jetzt ward plötzlich der Muth der Män-ner auf eine schwere Probe gestellt. Diejenigen, welche in ihrerVermessenheit vorschlugcn, man solle ohne Kampf vorübcrziehcn,gcriethcn in einige Verlegenheit, als sic plötzlich und so, daßihnen fast keine Zeit zur Berathung blieb, sich einem entschlos-senen Feinde gegenüber befanden. Die Häupter versammeltensich augenblicklich um die Königin und hielten in Eile Kriegs-rath. Mariens bebende Lippe verrieth die Angst, welche sieunter einer kühnen und würdevollen Haltung zu verbergensuchte. Ihr Muth sank bei der Erinnerung an ihr letztes be-waffnetes Auftreten bei Carbcrryhill, und als sie Rath zur An-ordnung der Schlacht fordern wollte, fragte sie unwillkührlich,ob kein Weg sei, ohne Gefecht zu entkommen?

Entkommen?" wiederholte der Freiherr von Seyton.