„Desto besser!" sprach Roland. „Das Schlachtfeld warmeine Wiege."
„Sieh dich vor, daß es nicht dein Todtcnbett wird," ver-setzte der Abt. „Doch was hist cs, jungen Wölfen von denGefahren der Jagd zu reden? Vielleicht werdet Ihr, noch ehedieser Tag vergangen ist, gewahr werden, was das für Leutedort sind, die Ihr so unbesonnen verachtet."
„Nun, was sind sie denn?" nahm Heinrich Scyton dasWort, der eben herbcigeritten kam. „Haben sie Sehnen vonDrath und Fleisch von Eisen? Wird Blei sie durchbohren, undStahl sie durchschneiden können ? Wenn das der Fall ist, ehr-würdiger Vater, dann haben wir wenig zu fürchten."
„Es sind schlechte Menschen," antwortete der Abt, „aberdas Kriegshandwerk erfordert keine Heilige. Murray undMorton sind als die besten Heerführer in Schottland anerkannt.Niemand hat je Lindesays oder Ruthvens Rücken gesehen. Kir-kaldy von Grange ist von dem Connetable von Montmorcncyfür den ersten Kriegsmann Europas erklärt worden. MeinBruder, ein zu guter Name für eine solche Sache, ist weitund breit als ein tüchtiger Führer bekannt."
„Desto besser! desto besser!" rief Scyton triumphirend.„Wir werden alle diese Vcrräthcr von Rang und Ruf in einemoffenen Felde vor uns haben. Unsere Sache ist die beste, un-sere Zahl ist die stärkste, unser Muth und unsere Knoche» sindden ihrigen gleich. — Sanct Bendix und setzt an!"
Der Abt erwicdertc Nichts und schien in Nachdenken ver-loren zu sein. Seine Besorgniß theilte sich einigermaßen seinemBegleiter Roland Avcncl mit, so daß dieser jedesmal, wennder Weg über eine Anhöhe führte, einen ängstlichen Blick aufdie Thürmc von Glasgow warf, als erwarte er ein Zeichendes Ausrückens der Feinde zu erblicken. Nicht, als ob er das