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5 (1851) Der Abt
Entstehung
Seite
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Ach!" sprach der Abt,ich höre, die Seytons achten dichgering wegen des Fleckens auf deinem Schild. Ich habe jedochEtwas vom Abt Bonifacius gehört, das, wenn es sich bewährt,diesen Borwurf beseitigen kann."

Theilt mir die Scgenskunde mit," rief Roland,undmein Leben ist fortan-"

Unbesonnener Knabe!" erwiderte der Abt,ich würdedeine Ungeduld nur zum Wahnsinn steigern, wenn ich Hoffnun-gen erweckte, welche vielleicht nie in Erfüllung gehen. Denke,welchen Gefahren wir entgegen gehen und wenn du noch eineSünde auf dem Gewissen hast, so benutze die Zeit, vielleicht dieletzte, welche der Himmel dir zur Beichte und Absolution gewährt."

Für Beides wird hoffentlich noch Zeit genug sein, wennwir Dunbarton erreicht haben," versetzte der Jüngling.

Ja wohl!" sprach der Abt.Du krähst so laut wie dieAndern. Wir sind noch nicht zu Dunbarton, und auf demWege liegt ein Löwe."

Meint Ihr Murray, Morton und die andern Rebellenzu Glasgow? Psch! Sie werden cs nicht wagen, ihre Augengegen das königliche Banner zu erheben."

Gerade so," erwiderte der Abt,sprechen Biele, welcheälter sind und weiser sein sollten, als du. Ich komme aus densüdlichen Gauen, wo ich manchen bedeutenden Häuptling gese-hen habe, der für die Königin rüstete. Die Herren hier hatteich als weise und besonnene Männer verlassen und bei meinerRückkehr finde ich, sie sind toll geworden. Lediglich aus Stolzund Eitelkeit wollen sie dem Feinde Trotz bieten und die Kö-nigin, wie im Triumphe, unter den Mauern von Glasgowund vor der Nase der gerüsteten Gegner vorbeiführen. Seltenhat der Himmel Wohlgefallen an solch unzeitigcr Zuversicht.Man wird uns begegnen und nicht ohne Erfolg."