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hatte ihn seit der Flucht von Lochlcven nicht mehr gesehen,und jetzt erblickte er ihn in seinem Ordcnskleide in der Näheder Königin. Er beeilte sich, den Helm abzunehmen und ihnum seinen Segen zu bitten.
„Empfange ihn, mein Sohn!" sprach der Priester. „Jetztsehe ich dich unter deinem wahren Namen und in deinem ge-bührenden Schmuck. Der Helm mit dem Eichenzweig steht dei-nem Haupte wohl; ich habe lange auf die Stunde gewartet, wodu ihn aufsteckcn solltest."
„Also kanntet Ihr meine Herkunft, guter Vater?" fragteRoland.
„Allerdings," antwortete der Abt; „aber unter dem Beicht-siegel durch deine Großmutter. Es war mir nicht »erstattet,das Geheimniß auszusprechcn, bis sie selber es offenbaren würde."
„Und, ihr Grund für solches Geheimthun?" fragte Roland.
„Vielleicht Furcht vor meinem Bruder — eine unbegrün-dete Furcht; denn Halbert würde einem Waisen Nichts zuLeide gethan haben, hätte er sich dadurch auch ein Königreichsichern können. Uebrigens würde in ruhigen Zeiten, auch wennEuer Vater Eurer Mutter hätte Gerechtigkeit widerfahren las-sen, was er hoffentlich gethan hat, Euer Anspruch haben zu-rückstehen müssen vor dem der Gemahlin meines Bruders, derTochter von Julians älterem Bruder."
„Sie brauchen mich nicht als Nebenbuhler zu fürchten,"erwiderte Roland. „Schottland ist groß genug, und manchesRittergut ist darin zu gewinnen, ohne daß ich meinen Wohl-thäter zu berauben nöthig hätte. Aber beweiset mir, ehrwür-diger Bater, daß mein Vater gegen meine Mutter gerecht ge-wesen ist, zeigt mir, daß ich mich einen ehelichen Sprößling vonAvcnel nennen darf und ich bin Euch für immer mit Leib undLeben eigen!"