von Grange und Anderer, die sich von Jugend auf in fremdenund einheimischen Kriegen gebildet hatten.
Unter diesen Umständen war offenbar, daß auf Seiten derKönigin Maria eine gesunde Politik erforderte, den Kampfzu vermeiden. Denn war einmal ihre Person i» Sicherheit,so mußte die Zahl ihrer Anhänger täglich wachsen, währenddie Macht ihrer Gegner, wie früher oft geschehen war, schwin-den und ihr Muth sinken durfte- Dies war ihren Räthen soeinleuchtend, daß sie übereinkamcn, fürs Erste die Königin indie feste Burg von Dunbarton in Sicherheit zu bringen unddort den Lauf der Begebenheiten und die Ankunft französischerHülfstruppen sowohl wie der von ihren Anhängern in allenTh eilen Schottlands aufgebotcncn Mannschaften abzuwarte».Demgemäß wurden Befehle crtheilt, daß Jedermann gerüstet,zu Roß oder zu Fuß, sich bereit halten sollte, der Fahne derKönigin zu folgen, um sie, ihren Feinden zum Trotz, nachDunbarton zu geleiten.
Die Musterung fand statt auf der Hamiltoner Haide, undder Marsch begann in aller Herrlichkeit der Ritterzeiten. Kriegs-musik ertönte, Banner und Fähnlein wehten, weit und breitschimmerten Rüstungen und blitzten Sperre in der heitern Luft.Das prächtige kriegerische Schauspiel war verherrlicht durch dieGegenwart der Königin, mit einem stattlichen Gefolge schönerFrauen und Hosdiencr und einer Garde von Edelleuten, darunterder junge Scyton und Roland. Stolz und zuversichtlich imBewußtsein ihrer Nähe zogen die Reihen der Krieger vor ihr,hinter ihr und ihr zur Seite einher. Biele Geistliche schlossensich dem Zuge an, von denen die meisten kein Bedenken getragenhatten, die Waffen zu ergreifen und ihren Entschluß zu erklä-ren, dieselben zur Vertheidigung der Königin und der Kirchezu gebrauchen. Nicht so der Abt von St. Marien. Roland