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5 (1851) Der Abt
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Drängt Euch jetzt nicht zu ihr," sprach der Freiherr,wenn Ihr sie nicht auf immer verlieren wollt. Oftmalshaben wir die heilige Mutter gesehen und oft im Augenblickder größten Noth; aber sich in ihre Heimlichkeit eindrängenoder ihrem Vorhaben in den Weg treten, ist ein Verbrechen,welches sie nicht vergeben kann. Ich hoffe, wir sollen sie nochsehen, wenn wir ihrer bedürfen. Ein heiliges Weib ist sie,das leidet keinen Zweifel, und ganz dem Gebet und Bußübun-gen gewidmet. Darum halten die Ketzer sie für wahnsinnig,während wahre Katholiken sie für eine Heilige ansehen."

So laßt mich denn hoffen," sprach die Königin,daßIhr, gnädiger Herr, mich bei Erfüllung ihrer letzten Bitteunterstützen werdet."

Was? in Beschützung meines jungen Beistandes? mitVergnügen das heißt in Allem, was Ew. Majestät paffendfinden kann, von mir zu verlangen. Heinrich, gib augen-blicklich dem Roland Avenel die Hand, denn so, denk' ich, mußer jetzt genannt werden."

Und er soll die Frciherrschaft erhalten, wofern GottUnsere gerechte Waffe segnet," fügte die Königin hinzu.

Ich kann sie nur empfangen, um sie meiner gütigen Be-schützerin zurückzugeben, welche sie jetzt besitzt," entgegnete Ro-land.Lieber möchte ich mein Lebenlang besitzlos sein, alsdaß sie eine Ruthe Land um meinetwillen verlieren sollte."

Da seht," sprach die Königin zu dem Freiherrn gewandt,seine Gesinnung entspricht seiner Abkunft. Heinrich, duhast ihm noch nicht die Hand gegeben."

Er soll sie haben," sprach Heinrich und reichte die Handmit einigem Schein von Höflichkeit hin, flüsterte aber Rolandendabei zu;Trotz dem hast du nicht die meiner Schwester."