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dieses alte» Hauses. Julian Avencl war sein Vater, der sielin der Schlacht gegen die Südländer."
»Ich habe die thränenwerthe Geschichte gehört," sprach dieKönigin. »Es war also deine Tochter, welche diesem unglück-lichen Herrn ins Feld folgte und aus seinem Leichnam denGeist ausgab? Ach! wie viele Wege findet ein weiblichesHerz, sich sein Elend zu schaffen! Die Mähr ist oft erzähltund gesungen worden in Saal und Kammer. — Und du,Roland, bist das Kind des Unglücks, welches unter den Tobtenund Sterbenden liegen blieb? — Heinrich Seyton, er ist deinesGleichen an Geblüt und Geburt."
»Schwerlich," erwiderte Heinrich Seyton, „selbst wenner ehelich wäre. Aber wenn die Mähr richtig erzählt und ge-sungen worden ist, war Julian Avencl ein treuloser Ritter,und sein Liebchen ein schwaches, leichtgläubiges Mädchen."
„Bei Gott, du lügst!" rief Roland und legte die Handan's Schwert. — Der Eintritt des Freiherrn von Seytonverhinderte Gewaltthätigkeiten.
»Rettet mich, gnädiger Herr," sprach die Königin, »undtrennt diese wilden und unbändigen Geister."
»Wie, Heinrich?" begann der Freiherr, „weißt du inmeiner Burg und in der Gegenwart deiner Königin deine Keck-heit und Heftigkeit nicht zu zügeln? Und mit wem streitest duda? Wenn meine Augen dies Zeichen nicht falsch deuten, soist dies eben der Jüngling, welcher mir so wacker Beistand ge-leistet hat im Kampf mit den Leslies. Laß mich, feiner Jüng-ling, das Schaustück sehen, welches du an deiner Mütze trägst.Bei St. Bendix, er ist es! — Heinrich, ich gebiete dir, vonihm abzulaffcn, so lieb dir mein Segen ist-"
„Und wofern du mein Gebot ehrest," fiel die Königinein. „Gute Dienste hat er mir geleistet."