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5 (1851) Der Abt
Entstehung
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für dich etwas Anderes sein kann, als sie jedem Bauernsohnein Schottland sein muß!"

Die Königin wollte sich abermals in's Mittel legen, denndie Rothe des Unwillens stieg in Rolands Gesicht auf, und eswurde zweifelhaft, wie lange seine Liebe zu Katharinen seinenStolz Niederhalten würde. Aber eine bisher unsichtbare Personkam der Königin zuvor. In der Bctkammcr war eine besolddere Nische mit einer durchbrochenen Thüre von Eichenholz,innerhalb deren sich ein heilig gehaltenes Bild von St. Bendixbefand. Aus dieser Vertiefung, worin sie vcrmuthlich ihre An-dacht verrichtet hatte, trat plötzlich Magdalene Graeme vorund erwiderte auf Heinrichs letzte beleidigende Aeußerung:Aus welchem Stoffe find denn diese Scytons geformt, daßdas Blut der Graeme nicht wagen darf, sich mit dem ihrigenzu vermischen"! Wisse, stolzer Knabe, wenn ich diesen Jüng-ling das Kind meiner Tochter nenne, so behaupte ich damitseine Abkunft von Malise, Grafen von Strathern, genanntMalise mit dem blitzenden Schwerte, und ich denke, das BlutEures Hauses hat in keiner höheren Quelle seinen Ursprung."

Gute Mutter," versetzte Seyton,mich dünkt, EureHeiligkeit sollte Euch über die Eitelkeiten dieser Welt wegsetzen,und wirklich scheint dieselbe Euch haben vergessen zu lassen, daßzu edler Geburt ein entsprechender Name und Stamm sowohlvon Seiten des Vaters wie der Mutter gehört."

Und wenn ich nun sage, er stammt von väterlicher Seiteaus Avenels Geblüt, nenn' ich damit nicht ein Blut, das ebenso rein ist, wie das deine?" cntgcgnete Magdalene.

Von Avenel!" fragte die Königin.Stammt meinKammerjunker von Avenel?"

Ja, gnädigste Fürstin. Er ist der letzte männliche Erbe