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„Dies Wort genügt," sprach Douglas; „ich gehe. Er-laubt mir nur die Bemerkung: nicht um Neichthum oder Titelhätte ich unternehmen mögen, was ich gcthan habe. MariaStewart wird — und die Königin kann mich nicht belohnen."
Mit diesen Worten verließ er die Betkammcr und nahmunter den Herren am unteren Ende der Tafel Platz. Die Kö-nigin sah ihm nach und hielt ihr Tuch vor die Augen.
„Unsere liebe Frau erbarme sich meiner!" sprach sie.„Kaum ist die Roth meiner Gefangenschaft geendet, so geratheich als Weib und als Königin mit meinem Herzen in's Ge-dränge. — Glückliche Elisabeth, der Nichts über Politik gehtund deren Herz nie dem Kopfe untreu wird! Ich muß denandern Jungen aufsuchen, wenn ich verhüten will, daß er undder kleine Scyton nicht die Dolche gegen einander ziehen."
Roland befand sich ebenfalls in der Kammer, doch insolcher Entfernung, daß er nicht hören konnte, was zwischenDouglas und der Königin vorging. Auch er war verstimmtund gedankenvoll. Aber seine Stirn erheiterte sich sogleich, alsdie Königin ihn fragte: „Nun, Roland, Ihr vernachlässigt jaheute Euren Dienst. Hat Euch der nächtliche Ritt so er-schöpft?"
„Nein, gnädigste Frau," antwortete er. „Aber man hatmich wissen lassen, daß der Kammcrjunker von Lochlevcn nichtder Kammcrjunker von Burg Niddrie ist, und somit hat derJunker Heinrich Schton für gut gefunden, mich meines Dien-stes zu entheben."
„Gott verzeih' mir!" sprach die Königin, „wie diese Hähn-chen doch so früh anfangcn zu beißen! lieber Kinder undKnaben wcrd' ich doch Königin sein dürfen. Ihr sollt Freundesein. Man schicke mir Heinrich Scyton herein!"
Auf diesen Ruf trat der Genannte ein/ „Kommt her,