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„Madame," antwortete Douglas, „Die, so Ihr mit EurerGegenwart beehrt, bringen ein Gefolge mit, um Eure Sachezu vertheidigen, Reichthümer, um Euch standesmäßig zu unter-halten, können Euch Säle anbieten zu Gastmählern und un-überwindliche Burgen zu Eurem Schutze. Ich bin ein Mannohne Haus und Land, enterbt und verflucht von meiner Groß-mutter, verleugnet von meiner Verwandtschaft, ein Mann,der Nichts unter Eure Fahne bringt als ein einziges Schwertund sein armseliges Leben."
„Wollt Ihr mir Vorwürfe machen, Douglas, daß Ihrmir vorhaltet, was Ihr um meinetwillen verloren habt'!"fragte die Königin.
„Da sei Gott vor, edle Frau!" erwiderte hastig der jungeMann. „Wäre es nochmals zu thun, und hätt' ich zehnmalhöheren Rang und größeren Reichthum und zwanzigmal soviel Freunde zu verlieren, so würden alle meine Opfer über-reichlich ersetzt werden durch den ersten Schritt, den Ihr alsfreie Fürstin auf dem Boden Eures Erbkönigreichs machtet."
„Run denn, was fehlt Euch, daß Ihr nicht fröhlich seinwollt mit denen, welche aus demselben Anlasse fröhlich sind!"fragte Maria.
„Madame," antwortete der junge Mann, „obwohl ent-erbt und verleugnet, bin ich doch, immer ein Douglas. Mitden meisten von jenen Herren hat meine Familie seit vielen Jah-ren in Fehde gelegen. Eine kalte Aufnahme bei ihnen wäreeine Beleidigung und eine freundliche wäre eine Dcmüthkgung."
„Schämt Euch, Douglas," erwiderte die Königin, „undentschlagt Euch dieses unmännlichen Trübsinns! — Ich kanndich den Besten unter ihnen an Rang und Vermögen gleichmachen, und glaube nur, ich will cs. — Gehe zu ihnen, ichbefehl' es dir."
Der Abt. m.
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