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5 (1851) Der Abt
Entstehung
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königlichen Pracht vermocht hätte, und was etwa als zu freiin ihrer Erscheinung hätte getadelt werden können, ward mehrals entschuldigt durch die Begeisterung des Augenblicks unddurch das in ihrem schnellen Rücktritte ausgedrückte Zartgefühl.Noch oft erneuerte sich der Zuruf, daß Berg und Wald wider-halten, und mancher Schwur aus tiefstem Herzen ward andiesem Morgen auf das Kreuz des Schwertes abgelegt, dieWehr nicht aus der Hand zu legen, bis Maria Stewart wie-der in ihre Rechte eingesetzt sei. Doch was sind Verheißungen,was sind die Hoffnungen der Sterblichen? In zehn Lagenwaren diese wackeren, hingebendcn Männer erschlagen, gefangenoder in die Flucht getrieben.

Maria warf sich auf den nächsten Stuhl und rief crrö-thcnd und dabei halb lächelnd: ,Ma, iniZnonns, was werdensie von mir denken, daß ich mich so vor ihnen gezeigt habe,mit bloßen Füßen in Pantoffeln, blos diesen losen Mantel um-geworfcn, mein aufgelöstes Haar auf den Schultern, Hals undArme entblößt? Das Beste, was sie denken können, ist, daßder Aufenthalt in jenem Kerker ihrer Königin den Kopf ver-rückt hat? Aber meine empörten Unterthancn haben mich ent-blößt gesehen, als ich in der riefsten Noth war, weshalb sollteich kältere Förmlichkeiten gegen diese treuen und ergebenenMänner beobachten? Jndcß rufe die Fleming. Sie hatdoch, hoff' ich, den kleinen Mantelsack mit meinen Kleidernnicht vergessen. Wir müssen so stattlich wie möglich erscheinen,INN mignonns."

Madame, unsere gute Frau Fleming war nicht in derVerfassung, an irgend Etwas zu denken."

Ihr scherzt, Katharine," sprach die Königin etwas un-willig ;cS liegt wahrlich nicht in ihrem Wesen, ihre Schuldig-