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5 (1851) Der Abt
Entstehung
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wäre cs auch vorübergehend wie ein Blitz, nicht Douglas tau-send Mal sei» Leben gewagt haben?"

O still, still, Douglas," antwortete die Königin;das isteine unziemliche Sprache. Ohnedem wollte ich ja mit demAbt von St. Marien sprechen. Nein, Douglas, ich wolltenicht, daß Ihr mißvergnügt meinen Zügel loslicßct."

Mißvergnügt, edle Frau?" entgcgnete Douglas.NurSchmerz kann ich empfinden über Eure verdiente Verachtung.Mißvergnügt könnte ich eher mit dem Himmel sein für Versa-gung des tollsten Wunsches."

Bleibt an meiner Seite," sprach die Königin.Auf derandern Seite ist Raum für den Abt, und ich bezweifle, ob seinBeistand mir und Rosabcllcn so nützlich sein würde, wie derEurige gewesen ist, falls der Weg ihn wieder erforderte."

Der Abt ritt auf der andern Seite vor, und die Königinknüpfte mit ihm ein Gespräch an über den Stand der Parteienund über den Gang, welchen sie jetzt nach ihrer Befreiungeinzuhalten habe. An diesem Gespräch nahm Douglas wenigAntheil und zwar nur dann, wenn die Königin ihn ausdrück-lich anredete. Seine Aufmerksamkeit schien, wie vorher, lediglichvon der Sorge um ihre Person in Anspruch genommen zusein. Maria erfuhr indcß, daß sie eine weitere Verbindlichkeitgegen ihn habe, nämlich daß er dem Abt das Losungswort derFamilie mitgetheilt und ihm so Eintritt in die Burg verschaffthatte.

Lange vor Tagesanbruch hatten sie das Ziel ihres eiligenund gefährlichen Rittes erreicht an den Thoren von Riddrie,einem dem Freihcrrn von Scyton gehörigen Schloß in West-lothian. Als die Königin im Begriff war, abzusteigen, kamHeinrich Seyton dem Junker Douglas zuvor, half ihr vom