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5 (1851) Der Abt
Entstehung
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nen Umstände dieser Begebenheit sind vielfach verwirrt worden,weil zwei der mitwirkenden Personen denselben Namen trugen.Es gilt als ausgemacht, daß Georg Douglas sich zur Beförde-rung von Mariens Flucht durch die ehrgeizige Hoffnung ver-leiten ließ, mit solchem Dienst ihre Hand zu verdienen. SeinBorhaben ward von seinem Bruder, Herrn Wilhelm, entdeckt,und er wurde aus der Burg ausgetricbe». Fortwährend indcßstreifte er in der Nachbarschaft umher und unterhielt einenBriefwechsel mit der gefangenen Königin und mit Andern inder Burg.

Dürfen wir dem englischen Gesandten Drury glauben, sowar die Königin dankbar gegen Georg Douglas und schlugsogar eine Heirath mit ihm vor. Dieser Vorschlag konnte in-deß kaum ernstlich gemeint sein, da sie noch Bothwells Gemahlinwar, und wenn er wirklich gemacht worden ist, so möchte esgeschehen sein, um dem Ehrgeiz des Reichsverwesers Murray,leiblichen Bruders von Douglas, zu schmeicheln.

Der Vorschlag, wenn er überhaupt im Ernst gemacht wor-den ist, wurde sicher als unzulässig von der Hand gewiesen undMaria wandte sich wieder ihrem Fluchtplan zu. Ihr ersterVersuch, welcher mißlang, hat einige malerische Einzelnheiten,die mit Glück in einem Roman hätten benutzt werden können.Drury schickte an Cecil folgenden Bericht darüber:

Späterhin aber, am 25. v. M. April 1567 unter-nahm sie eine Flucht, welche ihr beinahe gelungen wäre, indemihr ihre Gewohnheit, lange im Bett zu liegen, dabei zu Stattenkam. Die Art und Weise war folgende. Die Wäscherin kommtfrüh am Tag zu ihr. Die Königin setzt die Haube derselbenauf, nimmt ihren Waschbündel und kommt so unerkanntdenn ihr Gesicht war größtentheils durch das Kinntuch ver-hüllt zum Thor hinaus in das Boot. Unterwegs auf dem