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5 (1851) Der Abt
Entstehung
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lose Kammerfrau loslasscn, das Päckchen der Königin in'sBoot werfen und mit der geräuschlosen Eile eines Vogels durchdie Gartenthür verschwinden, war das Werk eines Augenblicks.

Bei Gott, er ist am Ende treulos!" sprach Heinrich.Ich habe es immer gefürchtet."

Er ist so treu wie Gott selber, dafür bürge ich," ent-gegnete Katharine.

Schweig, Kammerkätzchen! aus Scham, wenn nicht ausScheu," versetzte ihr Bruder.Bursche, stoßt ab und ru-dert um Euer Leben!"

Helft mir! Helft mir an Bord!" rief die verlasseneFrau Fleming lauter als die Klugheit verstattetc.

Stoßt ab! stoßt ab!" rief Heinrich.Laßt Alles imStich, wenn nur die Königin in Sicherheit ist."

Wollt Ihr das zugebcn, Madame?" sprach Katharineim flehenden Tone.Ihr gebt Euren Befreier dem Lodepreis."

Rein," antwortete die Königin.Scyton, ich befehledir, auf jede Gefahr hin zu warten."

Verzeiht, Madame, wenn ich nicht gehorche," entgeg-nen der starrköpfige junge Mensch, hob Frau Fleming miteiner Hand in das Boot und begann selber abzudrückcn.

Das Boot war zwei Klafter vom Lande und die Rudererwandten es eben, als Roland am Ufer erschien und mit einemgewaltigen Sprunge im Boote war, den Heinrich Scyton um-werfend, auf den er hcrabfiel. Der junge Mensch murmelteeinen grimmigen Fluch, und hielt den Kammcrjunker fest, alsderselbe nach dem Gatt zu gehen wollte.Euer Platz," sagteer,ist nicht bei hochgebornen Damen; bleibt am Vordertheilcund haltet den Kahn im Gleichgewicht. Jetzt, vorwärts!Vorwärts für Gott und die Königin!"