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Die Ruderer gehorchten und arbeiteten aus Leibeskräften.
„Warum habt Ihr nicht die Ruder umwickelt?" fragteRoland. „Das Plätschern muß den Wärter aufweckcn. Ru-dert, Jungen, und macht, daß wir aus der Schußweite kom-men. Hätte nicht der alte Hildebrand Mohnsuppe zum Abend-brote gehabt, so hätte schon dies Geflüster ihn aufweckcnmüssen."
„Niemand ist Schuld, als du mit deinem Aufenthalt,"versetzte Scyton. „Ich werde seiner Zeit darüber und überandere Dinge ein Wort mir dir reden."
Ehe Roland auf diesen Vorwurf und diese Drohung erwi-dern konnte, ward seine Befürchtung gerechtfertigt. Der Wär-ter, dessen Schlummer durch das Flüstern nicht gestört wordenwar, erwachte bei dem heftigen Plätschern der Ruder, undrief: „Ein Boot! ein Boot! Heran, oder ich schieße!" Undals sie weiter ruderten, rief er: „Vcrrath! Verrath!" zog dieBurgglocke und feuerte seinen Doppelhaken ab. Bei dem Blitzund Knall der Büchse drängten sich die Frauen wie aufgejagteVögel zusammen, während die Männer die Ruderer zur größ-ten Anstrengung trieben. Noch mehr als eine Kugel pfiff nichtweit von ihnen über den See, und an den Lichtern, welche wieMeteore von Fenster zu Fenster schimmerten, sah män, daßdas ganze Schloß auf den Beinen war.
„Rudert zu!" schrie Seyton abermals, „oder ich willEuch mit dem Dolch ansporen. Den Augenblick werden sie unsein Boot nachsendcn."
„Dafür ist gesorgt," sprach Roland. „Ich habe Thürund Thor verschlossen, als ich zurücklief. Heute Nacht gehtkein Boot von der Insel ab, wofern Thürcn von gutemEichenholz und eiserne Riegel Männer in Mauern fcsthal-ren können. — Und nun lege ich mein Amt als Schließer