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Athem, zitternd bei jedem Geräusche ihrer Kleider, schlüpftendie schönen Gefangenen, Eine nach der Andern, unter RolandsFührung die Wendeltreppe hinab und wurden an der Schlupf-pforte von Heinrich Scyton und dem Geistlichen in Empfanggenommen. Heinrich nahm jetzt die Leitung der Unternehmungin seine Hände. „Gnädiger Herr Abt," sprach er, „gebtmeiner Schwester den Arm; ich will die Königin führen, unddieser junge Mensch wird die Ehre haben, der gnädigen FrauFleming als Wegweiser zu dienen."
Es war nicht die Zeit, gegen diese Anordnung Einwen-dungen zu machen, obwohl sie nicht so war, wie Roland siewünschte. Katharine Scytvn, welche den Gartcnpfad sehrwohl kannte, trippelte voran wie eine Sylphe, mehr den Abtführend, als von ihm Beistand empfangend. Die Königin,deren natürlicher Muth die Oberhand behielt über weiblicheFurcht und tausend schmerzliche Erinnerungen, schritt, unter-stützt von Heinrich Scyton, rüstig vorwärts. Frau Flemingmachte mit ihrer Angst und ihrer Unbcholfcnhcit dem Kam-merjunkcr viel zu schaffen, der überdem noch unter dem einenArme ein der Königin gehöriges Päckchen trug. Die Gartcn-thür, welche zum Ufer führte, ging auf mit einem der Schlüs-sel, jedoch erst nachdem Roland cs mit mehren versucht hatte— eine Minute banger Ungeduld. Bon der Gartcnthüre auswurden die Frauen an den See theils geführt, theils getragenzu dem sie erwartenden Boote, in welchem die sechs Ruderer,um uncntdcckt zu bleiben, auf dem Boden lagen. HeinrichSeyton setzte die Königin in das Gatt; der Abt wollte Ka-tharinen an Bord helfen, allein ehe er sein Erbieten aussprc-chen konnte, saß sie schon neben der Königin. Roland wollteeben die Frau Fleming hineinheben, als er plötzlich ausricft„Vergessen! Wartet nur eine halbe Minute!" — Die hüls-