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5 (1851) Der Abt
Entstehung
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näher an sein Gesicht, sah ihn starr an und sagte:Du hastjung angesangen um so kürzer wird deine Laufbahn sein.Ja, du wirst deinen Mann finden und das bald. Nimmer ge-deiht eine junge Pflanze, die mit dem Blute eines Greises be-gossen worden. Doch was tadle ich dich? SonderbareWendung des Schicksals," murmelte er für sich,ich beab-sichtigte, was ich nicht vollbringen konnte, und er hat voll-bracht, was er vielleicht nicht beabsichtigte. Wunderbar,daß unser Wille sich immer der unbezwingbaren Fluth des Ge-schicks cntgegenstellt daß wir wider den Strom ankämpfen,während wir uns von ihm treiben lassen könnten. Mein Hirnversagt mir den Dienst zu weiterem Denken darüber. Ichwollte, Schöfferbach wäre hier. Doch warum? Ich bin aufeiner Fahrt, welche das Schiff ohne Steuermann machen kann. Lebe wohl, Georg von Douglas. Ich sterbe, treu dem Hausedeines Vaters." Bei diesen Worten siel er in Zuckungen undnicht lange, so gab er den Geist auf.

Scyton und Douglas betrachteten den sterbenden Mann,und als derselbe geendet, nahm Scyton das Wort:So wahrich lebe, Douglas, das war meine Absicht nicht, und es thutmir leid. Aber er hat Hand an mich gelegt und mich gezwun-gen, so gut ich konnte, meine Freiheit mit meinem Dolch zuvcrtheidigen. Mag er zehn Mal dein Freund und Anhänger gewesensein, ich kann Nichts weiter thun, als sagen: es ist mir leid."

Ich tadle dich nicht, Septem," erwiderte Douglas,ob-wohl ich beklage, daß cs so gekommen ist. Es waltet ein all-mächtiges Schicksal über uns, freilich nicht in dem Sinne, wiedieser Elende es meinte, welcher, berückt durch einen ausländi-schen Mystiker, das Ehrfurcht erweckende Wort als Rechtfer-tigung für Alles brauchte, was er thun wollte. Wir müssendas Päckchen untersuchen."