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5 (1851) Der Abt
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deinen Ettern, der Treue, die du deinem Glauben, der Erge-benheit, die du deinem König schuldig bist, dich so weit durchdie Reize dieser schönen Zauberin verführen lassen, daß du ihrhelfen wolltest, aus ihrem Gcfängniß zu entfliehen, daß du ihrdeinen Arm leihen wolltest, um den Thron wieder zu besteigen,den sie zu einem Orte des Gräuels gemacht hatte? Nein, ziehedich nicht von mir zurück. Meine Hand wird zwar immersteifer, aber sie hat noch Kraft genug, dich festzuhaltcn. Washast du im Sinne? Diese Hexe von Schottland zu heirathen?Sei versichert, es kann dir glücken; ihr Herz und ihre Landsind schon wohlfeiler gewonnen worden, als zu dem Preis, wel-chen du Thor so gern bezahlen möchtest. Aber sollte ein Die-ner des Hauses deines Vaters ruhig zusehn, wie du dem Schick-sal des Schwachkopfs Darnley oder des Schurken Bothwellcntgcgcngingst, dem Schicksal des gemordeten Narren oder deslebenden Seeräubers wenn eine Unze Rattengift dich rettenkonnte?"

Denk an Gott, Dryfesdale," entgegnete Georg Douglas,und laß ab von diesen gräulichen Reden. Bereue, wenn dukannst, wo nicht, so schweige wenigstens, Scyton, hilfmir diesen Elenden aufrecht halten, damit er sich wo möglichnoch faßt und bessere Gedanken in sich aufkommen läßt."

Sehton!" sprach der Sterbende.Seyton! Finde ichdurch eines Seyton Hand den Tod? Es liegt eine gewisse Ver-geltung darin, das Haus hätte beinahe eine Schwester durchmeine That verloren." Sein erlöschendes Auge auf den Jüng-ling heftend, fügte er hinzu:Er hat ganz ihr Gesicht. Bück'dich, Junge, und laß mich dich näher betrachten. Ich möchtedich kennen, wenn wir uns in jener Welt treffen, denn Mör-der werden sich dort zusammenhalten, und ich bin einer gewe-sen." Er zog den Kopf Seytons, trotz dessen Widerstreben