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5 (1851) Der Abt
Entstehung
Seite
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den Hals eines Andern handelte. Ich empfehle mich Ew.Gnaden."

Die Burgfrau gab ihre Befehle, und der Alte ward übcr-gefahren, seine sonderbare Wanderschaft anzutreten. Der Lesermuß ihn auf seinem Wege begleiten, welcher höherer Fügungzufolge nur von kurzer Dauer war.

Im Dorf angelangt, erhielt der Hofmeister, obgleich seineUngnade ruchbar geworden war, auf Geheiß des Kämmererssofort ein Pferd. Da die Wege unsicher waren, schloß ersich an den Fuhrmann Auchtermuchty an, der eben nach Edin-burg abging.

Dem würdigen Wagenlenkcr fehlte cs, nach der Gewohn-heit aller Fuhrleute, Postknechte und anderer Leute dieses Be-rufes, nie an guten Gründen, auf dem Wege Halt zu machen,so oft er Lust hatte. Die Stelle, welche ihn am meisten alsRuhepünkt anzog, war eine Schenke in der Nähe des roman-tischen Thales der Keine Craigs. Reize ganz anderer Art,als die, welche den Hans Auchtermuchty und seine Wagenfesselten, verleihen noch immer diesem Fleck eine Zauberkraft,und Niemand ist in seine Nähe gekommen, der nicht wünschte,lange dort zu weilen und bald wieder dahin zurückzukehren.

Als der Fuhrmann zu seiner Lieblingsstation gekommenwar, vermochte das freilich durch die Gerüchte von seinerUngnade verminderte Ansehen Dryfesdalcs schlechterdingsnicht, ihn zum Vorbeifahren zu bewegen. Hartnäckig, wie dasVieh, welches er trieb, mußte er seinen Halt machen, wofürdie Länge des zurückgclcgten Weges wenig oder keinen Anlaßgab. Der alte Wirth Keltie, der seinen Namen auf eine Brückein der Nähe seiner weiland Wohnung vererbt hat, empfingden Fuhrmann mit gewohnter Herzlichkeit und zog sich unterdem Vergeben wichtiger Geschäfte mit ihm in das Haus zurück.