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„Gnädige Frau," antwortete Dryfesdalc, „Ihr seid meineGebieterin, und insofern darf ich Euch nicht widersprechen.Mer geistlich gesprochen, seid Ihr immer noch eine Iicgclbren-nerin in Aegypten, unkundig der Freiheit der Heiligen. Derhochbegabte Mann Nikolaus Schöfferbach, den der Bischof vonMünster, der Bluthund, gemartert hat, der hat mir klärlichbewiesen, daß Derjenige, so bloß vollstrcckt, was vorherbestimmtist, nicht sündigen kann, den» — — "
„Schweig!" unterbrach ihn seine Gebieterin. „Antwortemir nicht mit deiner kecken Lästerung, sondern höre mich an.Du bist lange der Diener unseres Hauses gewesen — "
„Der geborne Diener der Douglas. Sie haben meinebesten Kräfte verbraucht. Ich habe ihnen gedient, seitdem ichLockerbie verlassen hatte. Damals war ich zehn Jahr alt, unddazu könnt ihr bald weitere sechzig hinzuzählen."
„Dein scheußlicher Anschlag ist mißlungen ; also ist blos deineAbsicht strafbar. Verdient hättest du, daß man dich am Wartthurmaufknüpfte; doch bei deiner gegenwärtigen Gemüthsverfassung hießedies, eine Seele dem Satan überliefern. Ich nehme dein Er-bieten an. Geh. Hier ist das Schreiben; ich will nur nocheine Zeile hinzufügen, daß mein Sohn mir einen oder zwei zu-verlässige Knechte zur Vervollständigung der Mannschaft schickensoll. Mein Sohn mag mit dir machen, was er will. Wenndu klug bist, machst du, sobald du auf dem Trockenen bist,daß du nach Lockerbie kommst, und läßt das Schreiben einenandern Ueberbringer finden- Jedenfalls sorgst du, daß es nichtin Unrechte Hände kommt."
„Nein, Madame," erwiderte der Alte. „Ich bin, wiegesagt, geborner Diener der Douglas, und ich will in meinenalten Tagen nicht den falschen Boten spielen. Eure Botschaftsoll von mir so treulich ausgerichtct werden, als ob es sich um