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abging — wiewohl im gegenwärtigen Fall bei derselben einwenig gutmüthiger Spott mit unterlaufen mochte — reichtesie dem Kämmerer ein gesticktes Beutclchen dar. Lundin strecktedie Hand aus und bog den Rücken dergestalt, daß ein Phy-siognom von hinten zwischen seinen Kamaschen hindurch die Be-schauung seiner gelehrten Stirn hätte vornehmen können. Alleindie Burgfrau verhinderte ihn, den Lohn seines Geschäftes auseiner eben so schönen als erlauchten Hand zu empfangen, in-dem sie laut sagte: „Kein Diener Unseres Hauses darf, ohneaugenblicklich diese Eigenschaft zu verlieren und ohne sich zu-gleich Unser höchstes Mißfallen zuzuziehen, irgend eine Erkennt-lichkeit aus der Hand der Frau Maria annehmen."
Betrübt und langsam verwandelte Kämmerer seine ge-beugte Stellung in die aufrechte und verließ nlsdergeschlagendas Gemach. Magdalene Graeme folgte ihm, nachdem fi- mitstummer, aber ausdrucksvoller Geberde das Reliquienkästchengeküßt und ihre Augen und gefalteten Hände gen Himmel erho-ben hatte, als wollte sie Segen über die königliche Frau er-flehen. Als sie aus der Burg hcrauskam und aus die Anländezuging, trar ihr Roland in den Weg, um, wo möglich, einigeWorte mit ihr zu wechseln. Dies hätte ungehindert geschehenkönnen, denn cs war Niemand um sie, als der niedergebeugteKämmerer und seine Hellebardiere. Aber es schien, sie nahmden Befehl der Königin, welcher ihr Schweigen auferlegte, strengund ohne zu deuteln, denn sie erwiderte lediglich damit, daßsie den Finger auf den Mund legte, ür. Lundin war nichtso zurückhaltend. Schmerz um das hübsche Geschenk und umdie ihm auferlegte Entsagung nagte an dem Herzen des wür-digen Beamten und gelehrten Mediciners. „Seht, Freund,"sprach er, als er dem Kammerjunker die Hand zum Abschieddrückte, „so wird Verdienst belohnt. Da bin ich gekommen,