113
diese unglückliche Frau zu kuriren — und ich muß gestehen,sie verdient die Mühe, welche man auf sie wendet. Denn,man mag von ihr sagen, was man will, sie hat sehr gewin-nende Manieren, eine süße Stimme, ein anmuthigcs Lächelnund eine majestätische Bewegung der Hand. Wenn sie nichtvergiftet war, sprecht, lieber Meister Roland, war es meineSchuld? da ich doch bereit war, sie zu kuriren, falls sie esgewesen wäre. Und nun verwehrt man mir, das wohlverdienteHonorar anzunehmen! O Galen! o Hippokrates! sind Doctor-.Hut und Scharlachmantel dahin gebracht? Vi'lwtra. krtignmu»remaclUs seFros!"')
Er wischte sich die Augen und schiffte sich ein. Der Kahndrückte ab und flog lustig über den Sec, welchen ein Sommer-lüftchen kaum kräuselte.
Anmerkung zum zweiunddreißigsten Kapitel.
Ein Romanschreiber braucht nur ein Haar, um ein Spann-seil daraus zu machen, wie man in Schottland zu sagen pflegt.Die ausführliche Geschichte von dem Anschlag des Hofmeistersauf das Leben der Königin beruht auf einer Stelle in einemihrer Briefe, wo es heißt, daß Kaspar Dryfcsdale, einer derDiener des Herrn von Lochleven, gedroht habe, den WilhelmDouglas für seine Theilnahme an der Befreiung der Königinzu ermorden, und daß er erklärt habe, er wolle einen Dolchin Mariens eignes Herz stoßen. — Chalmcrs' Leben derKönigin Maria, Bd. 1. S. 278.
*> Vergebens quälen wir die Kranken mit Heilmitteln.
Der Abt. IN.
8