sollten die Douglase weniger zähe sein, IN der Gesellschaftihrer Herrscher zu bleiben, wie Ihr cs bei mir zu sein scheint."
„Randal," gebot die Burgfrau, „soll die Hexe nach Kin-roß hinübcrführcn und sie in Freiheit setzen, worauf sie beiLebcnsstrafe aus Unserem Gebiete zu verweisen ist. — UndEure Weisheit, Kämmerer, soll ihr Gesellschaft leisten. Fürch-tet nicht, daß Eure Ehre darunter leidet, wenn ich Euch insolcher Gesellschaft fortschickc. Denn zugegeben, daß sie eineHexe ist, wäre cs doch Holzverschwcndung, Euch als einenHexenmeister zu verbrennen."
Der gedcmüthigte Kämmerer machte Miene, sich zu ent-fernen. Magdalene Gracme wollte noch Etwas sagen, alleindie Königin kam ihr zuvor mit den Worten: „Gute Mutter,Wir danken Euch für Euren ungchcuchelten Eifer um UnserePerson und bitten Euch bei Eurer Unterthancnpflicht, Alles zuunterlassen, was Euch in Gefahr bringen kann. Und fernerist Unser Wille, daß Ihr weggcht, ohne mit einem Menschenin diesem Schlosse ein Wort weiter zu reden. Zum Lohne nehmtdies Reliquienkästchen. Es ist Uns von Unserem Oheim, demCardinal gegeben und von dem heiligen Batcr selber eingc-scgnet worden." — Dann wandte sie sich zu dem Doctor, derin zwiefacher Verlegenheit war, einmal aus Ehrfurcht vor derKönigin, indem er fürchtete, zu wenig zu thun, und dann ausBesorgnis, vor dem Mißfallen seiner gnädigen Frau, woferner zu viel thäte, und sprach: „Gelehrter Herr, da es nichtEure Schuld ist, sondern ohne Zweifel nur Unser Glück war, daßWir Eure Geschicklichkeit für dies Mal nicht bedurften, sowürde es Uns, in welchen Umständen Wir Uns auch befindenmögen, nicht geziemen, Unfern Arzt ohne eine Belohnung, wieWir sie bieten können, ziehen zu lassen."
Mit diesen Werren und mit der Anmuth, die ihr nie