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5 (1851) Der Abt
Entstehung
Seite
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geziemt," sprach Magdalcne Graeme.Uebrigens wisset, hätteauch die Königin den Trank bis auf die Hefen zu sich genom-men, so würde er ihr so wenig haben schaden können, wiedas Wasser von einer heiligen Quelle. Glaubt Ihr, stolzesWeib, daß ich den Frevel hatte begehen können, Gift in dieHände eines Dieners oder Untergebenen des Hauses Lochlcvenzu legen, während ich wußte, wer in diesem Hause weiltetEher würde ich Gift geliefert haben zur Ermordung meinerTochter!"

Wird mir so in meiner eigenen Burg Hohn gesprochen?"rief Frau von Lochlevcn.Jn's Verließ mit ihr! Sie sollden Lohn gewarten, der Giftmischern und Zauberern gebührt!"

Hört mich doch einen Augenblick an, Frau von Lochle-ven," nahm die Königin abermals das Wort,und Ihr,"sprach sie zu Magdalenen,schweigt auf meinen Befehl.Euer Hofmeister hat seinem Geständnisse nach einen Versuchauf mein und meiner Dienerschaft Leben gemacht, und diesWeib hat gethan, was sie konnte, um uns zu retten, indemsie ihm etwas Unschädliches gab, statt des erwarteten Giftes.Ich dächte, es ist kein unbilliger Vorschlag, wenn ich sage, ichvergebe Eurem Diener von Herzen und überlasse die RacheGott und seinem Gewissen, dafür vergebt Ihr aber auch die-sem Weibe seine Kühnheit gegen Euch. Denn daß sie ein un-schädliches Pulver an die Stelle des für Unseren Becher be-stimmten Giftes gesetzt hat, könnt Ihr doch wohl nicht fürein Verbrechen halten?"

Da sei Gott vor," antwortete die Burgfrau,daß ichfür ein Verbrechen halten sollte, was das Haus Douglas vorder Schmach des Treubruchs und der Verletzung des GastrechtSbewahrt hat. Wir haben an Unfern Sohn geschrieben in Be-treff des Verbrechens Unseres Untergebenen. Dieser muß sein