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zendc Begeisterung aus, die alle Anwesenden mit Grauen er-füllte. Sie blickte wild umher, als suchte sie Etwas, das ihrhelfen könnte des Wortes mächtig zu werden; ihre Lippenzitterten, wie die eines Menschen, der gern sprechen möchte,aber die Worte, welche sich ihm darbieten, als unzulänglichverwirft. Maria selber schien durch einen magnetischen Einflußmit ihr in Verbindung zu stehen, denn sie richtete sich imBette auf, sah unverwandt der Alten in die Augen, ohne imStande zu sein, den Blick abzuwenden und wartete wie aufdas Orakel einer delphischen Priesterin. Bald hatte Magda-lene sich völlig gesammelt, ihr Blick wurde starr, in ihrenGesichtszügen drückte sich die entschiedenste Kraft aus und dieWorte begannen ihr mit einer Leichtigkeit vom Munde zu flie-ßen, daß sie selber und Andere sie für höhere Eingebung hielten.
„Erhebe dich," sprach sie, „Königin von Frankreich undvon England! Erhebe dich, Löwin von Schottland, und zittrenicht, obwohl die Netze der Jäger dich umgeben! Laß dichnicht herab, mit den Falschen zu heucheln, welchen du bald imoffenen Felde begegnen wirst. Der Ausgang der Schlacht stehtbei dem Gott der Heerschaaren, aber durch eine Schlacht wirddeine Sache erprobt werden. Lege also die Künste niedererSterblicher bei Seite und übe die, so einer Königin ziemen!Treue Bertheidigerin des einzig wahren Glaubens, das Zeug-haus des Himmels ist dir eröffnet. Treue Tochter der Kirche,nimm die Schlüssel Petri, zu binden und zu lösen. Fürstindes Landes, nimm das Schwert Pauli, um zu schlagen undzu zertrennen! Es ist eine Düsterheit in deinem Schicksal.Aber nicht in diesen Lhürmcn, nicht unter dem Machtgeboteder hochmütigen Gebieterin derselben wird dies Schicksal zumSchluffe kommen. In andern Landen mag die Löwin denNacken beugen vor der Macht der Tigerin, aber nicht in ihrem