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5 (1851) Der Abt
Entstehung
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wozu mit dir sprechen? Bringt den Dryfcsdalc herauf undstellt sie einander gegenüber!"

Ihr könnt Euren Knechten die Mühe ersparen," ver-setzte Magdalene Gracme.Ich bin nicht hiehcr gekommen,um einem gemeinen Knechte gegenüber gestellt zu werden, nochum auf die Fragen von Jakobs ketzerischer Buhle zu antworten.Ich bin gekommen, um mit der Königin von Schottland zureden. Platz da!"

Während Fra» von Lochlcven ganz verwirrt über ihreKühnheit und über den gegen sie geschleuderten Vorwurf da-stand, schritt Magdalene Graeme an ihr vorüber in das Schlaf-gemach der Königin, knicete nieder und beugte das Haupt, alswollte sie nach morgenländischer Begrüßungsweise mit der Stirnden Boden berühren.

Heil dir, o Fürstin!" sprach sic,Heil dir, Tochter vie-ler Könige, aber vor. Allem dadurch verherrlicht, daß du beru-fen bist, für den wahren Glauben zu dulden! Heil dir, dasreine Gold deiner Krone ist geprüft in dem siebenfach geheiz-ten Ofen der Trübsal; vernimm den Trost, welchen Gott undUnsere liebe Frau dir senden durch den Mund deiner unwür-digen Magd. Doch erst" sie beugte abermals das Haupt,bekreuzte sich wiederholt und schien, immer noch kniecnd, schnellein Gebet herzusagcn.

Die Frau von Lochlcven hatten sich unterdessen von ihremStaunen über die Frechheit der vermeintlichen Hexe erholt undrief ihren Knechten zu:Greift sie und schleppt sie auf denDickhübel! Werft die Zauberin in's Verließ! Rur der Teu-fel, ihr Meister, konnte ihr die Keckheit einflößen, der Mutterdes Douglas in seiner Burg Hohn zu sprechen!"

Der Arzt wagte eine Vorstellung gegen! diesen Befehl.Geehrte Frau," sprach er,ich bitte, laßt sie gewähren.