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»»bedingtem Dienste verbunden bin sowohl in meiner Eigen-schaft als Arzt, wie als Amtmann, seid doch billig gegen mich.Wenn diese meine erlauchte Patientin auf alle Fragen nichtanders antworten will, als mit Seufzen und Stöhnen, wenndie andere ehrenwerthe Frau Nichts thut, als mir ins Gesichtgähnen, wenn ich nach den Symptomen frage, und wenn dasandere Fräulein, welches, ich gestehe es, ein hübsches Kind ist —"„Sprich mir nicht von hübsch und nicht von Fräulein,"unterbrach ihn die Burgfrau. „Ich frage: find sie unwohl'!Mit einem Worte — haben sie Gift genommen? ja oder nein!"
„Die Gifte, Madame," antwortete der Gelehrte, „findvon mancherlei Art. Es gibt thierisches Gift, wie z. B. denlepus mari»»8, dessen Dioskorides und Galcnus gedenken, —cs gibt mineralische und halbmincralische Gifte, wie die aussublimirtcm Spicßglanzkönig, Bitriol und Arscniksalzcn zusam-mengesetzten, — es giebt Gifte aus Kraulern und Vegetabilien,wie die ->q»a, czinbulurius, das Opium, Eisenhütlein, Cantha-
riden und dergleichen. Es giebt ferner-"
„Zum Henker mit dir!" unterbrach die Burgfrau abermals.„Du gelehrter Narr — doch ich selber bin nicht besser, daßich Rath von einem solchen Klotz erwarte."
„O, geduldet Euch doch nur, gnädige Frau. Wenn ichwüßte, was sic für Speisen genossen haben, oder wenn ich nurdie Ueberreste ihres letzten Mahles sehen könnte — denn ich kannweder äußere noch innere Symptonc bemerken, denn Galenussagt in seinem zweiten Buche lle ^»kiäolis — —"
„Fort mir dir, Narr!" rief Frau von Lochleven. „Schicktmir die Hexe herauf; sie soll gestehen, was sie dem SchufteDrnfcsdalc gegeben hat, oder die Zangen und Daumschraubensollen es ihr aus den Fingergelenken Herausquetschen!"
„Die Kunst hat keinen andern Feind, als den Unwissenden,"