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5 (1851) Der Abt
Entstehung
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richter Junge," sprach sic endlich,dein und deiner Gebiete-rin Leben steht auf dem Spiel- Ich sage dir, mach' auf, oderich lasse die Thür einbrcchen."

Ich darf die Thür nicht öffnen ohne meiner königlichenGebieterin Befehl," antwortete Roland.Es ist ihr sehr übelgeworden, und jetzt schlummcrr sie. Wenn Ihr sie durch An-wendung von Gewalt aufweckt, so mögen die Folgen auf Euchund Eure Leute fallen."

Ob wohl je ein Weib in einer so schrecklichen Verlegen-heit gewesen ist!" rief die Burgfrau.Sorge wenigstens, duunbesonnener Junge, daß Niemand Etwas von den Speisengenießt und namentlich nicht von dem Krug mit Cichorien-wasser."

Darauf eilte sie nach dem kleinen Thurm, wo Dryfesdalesich mit völliger Ruhe in seine Gefangenschaft ergab. Sie fandihn mit Lese» beschäftigt und fragte ihn rWar dein Leufcls-trank schnellwirksam?"

Langsam," antwortete der Hofmeister.Die alte Herefragte mich, ob ich ein schnelles oder ein langsames Mittel wolle.Ich sagte ihr, ich liebe eine langsame und sichere Rache. Rache,sagte ich, ist der Wonnebechcr des Menschen auf Erden; ersolle ihn langsam nach und nach ausschlürfen, nicht gierig miteinem Zuge leeren."

Gegen wen, Unglücksmensch, konntest du so boshafte Rach-sucht hegen?"

Gegen Verschiedene, besonders aber gegen den frechenKammerjunker."

Gegen den Knaben? Du Unmensch!" rief die Burgfrau.Was kann er gcthan haben, um deinen Haß zu verdienen?"

Er stieg in Eurer Gunst, und Ihr beehrtet ihn mitEuren Aufträgen: das war Eins. Er stieg auch in der Gunst