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5 (1851) Der Abt
Entstehung
Seite
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ihren naseweisen Kammerjunker ermuntert, sich über meinensteifen Gang und über mein langsames Reden lustig zu machen.Ich fühlte, es lag mir ob, mich an ihnen zu rächen."

Geh' in den westlichen Thurm und bleibe dort in Ge-wahrsam, bis wir sehen, wie diese Geschichte ausgeht," gebotdie Burgfrau.Ich kenne deine Entschlossenheit; ich weiß,du wirst keinen Fluchtversuch machen."

Wahrlich nicht," erwiderte Dryfesdale,auch wenn derThurm von Eierschalen wäre, und der See mit Eis überzogen.Ich bin belehrt und glaube fest, daß der Mensch Nichts aussich thut; er ist nur der Schaum auf der Welle, der empor-kommt, sprudelt und platzt, nicht durch eigne Kraft, sonderndurch die Macht des Schicksals, die ihn treibt. Doch, Frauvon Lochleven, vergcßt über diesem Eifer um das Leben -derIcsabel von Schottland nicht Eure eigne Ehre und haltet dieSache geheim."

Mit diesen Worten wandte sich der finstere Fatalist vonihr ab und schlich in düsterer Ruhe nach dem ihm angewiesenenGewahrsam.

Die Burgfrau beachtete seinen letzten Wink und drücktebloß die Besorgniß aus, ihre Gefangene möge eine ungesundeSpeise zu sich genommen haben und gefährlich krank sein. Baldwar das ganze Schloß auf den Beinen und in Verwirrung.Randal ward über den See geschickt, um den Doctor Lundinund Gegengift zu holen, und mit der ferneren Weisung, dieMutter Ricncven mitzubringen, wenn sie ausfindig zu machenwäre, und ihr freies Geleit von der Frau von Lochleven zuzu-sichern.

Während er unterwegs war, parlamentirte die Frau vonLochlcvcn an der Thür des Vorgemachs der Königin und drangvergebens in den Kammerjunker, die Thür zu öffnen.The-