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5 (1851) Der Abt
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der Hofmeister mehr für sich und ohne auf die Zurechtweisungder Burgfrau zu achten.Dies Weib von Moab-"

Sprich mit Ehrfurcht von ihr!" unterbrach ihn seineGebieterin.Sie ist eines Königs Tochter."

Meinetwegen," sprach der Alte.Sic geht dahin, wozwischen ihr und des Bettlers Kind kein Unterschied ist. Mariavon Schottland liegt im Sterben."

Im Sterben? in meinem Schloß?" fuhr die Burgfrauauf.An welcher Krankheit oder durch welchen Zufall?"

Beruhigt Euch, gnädige Frau. Ich habe es veran-staltet. "

Du? Schurke und Verräthcr! wie konntest du wa-gen -"

Ich habe gehört, wie Euch Hohn gesprochen ward, ichhabe gehört, wie Ihr Rache fordertet. Ich habe gelobt, Ihrsolltet sie haben, und jetzt bring' ich die Botschaft davon."

Dryfesdale, ich hoffe, du sprichst im Wahnwitz," sagtedie Burgfrau.

Ich spreche nicht im Wahnwitz," entgcgncte der Hof-meister. Was Millionen Jahre vor meiner Geburt von mirgeschrieben war, mußte von mir vollführt werden. Ich fürchte,sie hat Etwas in ihren Adern, was bald die Lebensquclle ver-stopfen wird."

Grausamer Schurke," rief die Burgfrau,du hast siedoch nicht vergiftet?"

Und wen» ich cs nun gcthan hätte," sprach Dryfesdale,was wäre dabei? Man legt dem Ungeziefer Gifr; warumnicht auch seinen Feinden? In Italien thut man so Etwasfür einen Kreuzgulden."

Feiger Schurke, geh mir aus dem Gesicht!"

Denkt besser von meinem Eifer, gnädige Frau," erwi-