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ne» Sohn vom Throne weggcschoben hat, — wie kommt diesWeib dazu, mir im Angesichte meiner und ihrer Diener meineSchande vorzuwerfen? — Ist sie nicht in meiner Gewalt?Fürchtet sie mich nicht? — Arglistiger Versucher! ich will mitdir ringen, gestärkt durch bessere Gedanken, als mein bösesHerz mir an die Hand geben kann."
Sie nahm das heilige Buch wieder auf und bemühte sich,ihre Aufmerksamkeit auf den Inhalt zu richten. Ein Anklopfenan die Thür störte sie. Auf ihren Ruf „Herein!" ging dieThür auf und der Hofmeister Dryfesdale erschien vor ihr mitfinsterem und verstörtem Blicke.
„Was ist vorgcfallen, Dryfesdale, daß du so aussiehst?"fragte die Burgfrau. „Ist schlimme Botschaft da von meinemSohne oder von meinen Enkeln?"
„Nein, gnädige Frau," antwortete Dryfesdale. „AberIhr seid vergangene Nacht schwer beleidigt und, ich fürchte,eben so schwer diesen Morgen gerächt worden. — Wo ist derKaplan?"
„Was wollt Ihr mit diesen dunkeln Andeutungen undmit einer so unerwarteten Frage? Der Kaplan ist, wie Ihrrecht gut wißt, abwesend in Perth bei einer Versammlung derBrüder."
„Es liegt mir Nichts daran; er ist blos ein Baalspfaffe,"entgcgnete der Hofmeister.
„Dryfesdale," sprach die Burgfrau in strafendem Tone,„was willst du damit sagen? Ich habe immer gehört, daßdu dich in den Niederlanden zu den Predigern der Wiedertäu-fer gehalten hast, zu diesen Wildschweinen, welche den Wein-berg verwüsten. Der Geistliche, welcher mir und meinemHause recht ist, muß auch meiner Dienerschaft gut genug sein."
„Ich wollte eben doch, ich hätte geistlichen Trost," sprach