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den Roland inwendig vorgeschoben, widerstand dem Drucke vonAußen. „Wer ist da'!" rief Roland.
„Ich bin's," antwortete leise die rauhe Stimme des Hof-meisters Dryfesdale.
„Ihr könnt jetzt nicht herein," entgegnete der Kammerjunker.
„Und warum nicht?" fragte Dryfesdale. „Ich komme nur,um meine Schuldigkeit zu thun und zu sehen, was die Schreiein dem Gemache des moabitischen Weibes bedeuten. Also dadies mein Geschäft ist, warum kann ich nicht hinein?"
„Einfach darum," antwortete der Kammerjunker, „weilder Riegel vorgeschoben ist, und ich keine Lust habe, ihn zurück-zuziehen. Dies Mal bin ich auf der rechten Seite der Thür,wie Ihr gestern Abend."
„Sprichst du so mit mir, du naseweiser Junge?" sprachder Hofmeister. „Ich will meine gnädige Frau von deinerKeckheit benachrichtigen."
„Die Keckheit," erwiderte der Kammerjunker, „gilt blosdir zum Lohn für deine Unartigkeit gegen mich. Jur Nachrichtfür deine gnädige Frau Hab' ich eine höflichere Antwort — ihrkannst du sagen, daß die Königin unwohl ist und weder durchBesuche noch Botschaften gestört sein will."
„Ich beschwöre dich im Namen Gottes," sprach der Altemit feierlicherem Tone als bisher, „mich wissen zu lassen, obihre Krankheit wirklich heftig wird."
„Sie will von Euch und von Eurer gnädigen Frau keineHülfe. Drum macht, daß Ihr sortkommt und stört uns nichtweiter. Wir brauchen und mögen Eure Hülfe nicht."
Mit dieser entschiedenen Antwort abgewiesen, ging der Hof-meister unzufrieden und brummend wieder die Treppe hinunter.
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