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stian?" fragte Roland. „Bei Gott, Katharine, ihr seid AlleEine so räthselhaft wie die Andere!"
„Ihr seid ein eben so großer Narr, wie die Fleming,"versetzte das ungeduldige Mädchen. „Wißt Ihr nicht, daßinan in der Nacht, wo Heinrich Darnley umgebracht und dieKirch' im Feld in die Luft gesprengt ward, die Abwesenheit derKönigin dem Umstande verdankte, daß sie einem Maskenballzu Holyrood beiwohnte, den sie zur Verherrlichung der Hoch-zeit jenes Sebastian, eines Lieblingsdieners, mit einer ihrerLeibdicncrinncn veranstaltete?"
„Bei S. Gilgen!" sprach der Kammcrjunker, „ich wun-dere mich nicht über ihre Heftigkeit, sondern nur über die Ver-geßlichkeit, mit der sie der Frau Fleming wiederholt eine solcheFrage stellen konnte."
„Ich kann es nicht erklären," antwortete Katharine,„aber es scheint, als ob heftiger Schmerz oder Entsetzen zu-weilen das Gedächtnis) verdüstern und eine Wolke, wie vor einerabgefcuerten Kanone, über die mit ihnen in Berührung stehen-den Umstände verbreiten. Aber ich kann mich hier nicht auf-haltcn; ich bin nicht hieher gekommen, um mit Eurer Weis-heit zu moralistren, sondern um über die unwcise Frau Flemingmeinen Zorn auszulaffen, welcher sich jetzt einigermaßen gelegthat, so daß ich es in ihrer Nähe aushalten kann, ohne michgedrungen zu fühlen, ihr den Kopfputz oder den Reifrock zuverderben. — Unterdessen haltet die Thür zu; ich möchte umAlles >n der Welt nicht, daß Jemand von dieser Kctzcrbrut siein diesem jammervollen Zustande sähe, in welchen sie dieselbedurch ihre Höllenpläne versetzt haben, und den sie nun in ihrerSalbadersprache unbedenklich das Gericht Gottes nennen würden."
Sic verließ das Gemach, und in demselben Augenblick gingdie Klinke der äußeren Thüre in die Höhe. Allein der Riegel,