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5 (1851) Der Abt
Entstehung
Seite
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Katharine, oder vielmehr sei ein Mann; du kannst ein Mannsein, wenn du willst."

Katharine trocknete ihre Lhräncn und bemühte sich zulächeln.Ihr müßt mich," sprach sie,nicht um das fragen,was Euch so sehr beunruhigt und verwirrt. Mit der Zeit solltIhr Alles erfahren ja, Ihr solltet es jetzt erfahren, wennnicht-Still! die Königin kommt."

Maria trat aus ihrem Schlafgemache, ungewöhnlich bleichund augenscheinlich erschöpft durch eine schlaflose Nacht unddurch die schmerzhaften Gedanken, welche die Zeit der Ruheausgefüllt halten. Doch das Schmachtende ihres Blickes thatso wenig ihrer Schönheit Eintrag, daß es nur die Zartheitdes schwachen liebenswürdigen Weibes anstatt.der majestätischenAnmuth der Königin erscheinen ließ. Gegen ihre Gewohnheitwar ihre Toilette sehr hastig gemacht und ihr Haar, in derRegel sehr sorgfältig von Frau Fleming aufgeschmückt, siel unterder in der Eile aufgesetzten Haube hervor in langen undüppigen natürlichen Locken, über einen Hals und einen Busenherab, die etwas weniger sorgfältig als gewöhnlich verhülltwaren.

Als sie den Fuß über die Schwelle setzte, eilte KatharineSeyton, hastig ihre Thränen trocknend, ihr entgegen, kniete vorihr nieder, küßte ihre Hand und trat ihr dann zur Seite, ummit Frau Fleming die Ehre, sie zu unterstützen und ihr Bei-stand zu leisten, zu thcilen. Der Kammcrjunkcr seinerseitstrat vor, rückte den Staatsscssel zurecht, welchen sic gewöhnlicheinnahm, legte das Kiffe» und stellte.den Schemel so, wie csihr am bequemsten sein konnte, trat dann zurück und stelltesich dienstfertig an dem Platze auf, den sonst der Burgvogt ein-genommen hatte. Mariens Auge ruhte einen Augenblick aufihm und bemerkte augenblicklich den Wechsel der Personen. Es