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kühn im Thun und rasch zum Entschlüsse seid. Haltet nurEuer gegebenes Wort, und die Nachwelt wird Euch ehren alsden Retter Schottlands!"
„Aber," entgcgnete Roland, „wenn ich mit Erfolg gear-beitet habe, um die Lea Ehre zu gewinnen, werdet Ihr, meineKatharine, mich dann nicht zu einer neuen Dienstzeit für dieRahel Liebe vcrurtheilcn?"
„Davon zu reden," antwortete Katharine, ihre Hand wie-der zurückziehcnd, „werden wir noch Zeit genug haben. Jeden-falls ist Ehre die ältere Schwester und will zuerst gewonnensein."
„Vielleicht gewinne ich sie nicht," sprach der Jüngling, „aberich will es treulich um sie wagen; mehr kann ein Mann nichtthun. Und wisset, schöne Katharine, — denn Ihr sollt den ge-heimsten Gedanken meines Herzens erfahren — nicht Ehreallein — auch nicht bloß die andere und schönere Schwester,für deren Erwähnung Ihr mich so zürnend anseht — sondernauch bas strenge Gebot der Pflicht treibt mich, zur Befreiungder Königin zu helfen."
„Wirklich?" versetzte Katharine. „Ihr hegtet sonst Zwei-fel in dieser Beziehung."
„Ja, damals war auch ihr Leben nicht bedroht," ant-wortete Roland.
„Ist es denn jetzt in größerer Gefahr als zuvor?" fragteKatharine erschreckt.
„Erschreckt nicht," erwiderte Roland. „Ihr habt doch denAbschied Eurer königlichen Gebieterin von der Frau von Loch-leven gehört?"
„Nur zu gut, leider nur zu gut," antwortete das Fräu-lein. „Ach, daß sie ihren königlichen Unwillen nicht zügeln,daß sie solche Austritte nicht vermeiden kann!"