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„Und die Anhänger der Kirche von Genf," erwiderteMaria, vor Unwillen crröthend, „halten die Ehe für keinSacramcnt und man sagt, daß sie sich zuweilen über dieseFeierlichkeit hinaussetzen." Als ob sie die Folgen dieser Amspielung auf die jugendlichen Fehltritte der Burgfrau fürchtete,wandte sie sich an die Kammerfrau mit den Worten: „Kommt,Fleming. Wir erweisen ihr zu viel Ehre durch diesen Wort-wechsel. Wir wollen Uns in Unser Schlafgcmach verfügen.Wenn sie Uns heute Nacht noch einmal stören will, muß siedie Thür sprengen lassen." Und so zog sie sich in ihr Schlaf-zimmer zurück mit ihren beiden Kammerfrauen. Die Burg-frau war wie betäubt von der letzten Spottrede, und ärgertesich nicht wenig, daß sie selber sich die Demüthigung zugczogen.Wie eine Bildsäule stand sie auf dem Fleck, und cs bedurftemehrfacher Anreden, bis sic wieder zur Besinnung kam.
„Was ist Ew. Gnaden Befehl, daß geschehen soll?" fragteDrhfesdale.
„Sollen wir nicht die Schildwachen verdoppeln und eineauf die Kähne, und eine andere in den Garten stellen'l" fügteRandal hinzu.
„Wollt Ihr, baß Meldung an Herrn Wilhelm zu Edin-burg gemacht werde, um ihn von dem Geschehenen zu benach-richtigen?" nahm Drhfesdale wieder das Wort. „Sollteman nicht Kinroß unter die Waffen rufen, um am Seeufer zustreifen?"
„Macht, was ihr wollt," antwortete endlich die Burg-frau und wandte sich um nach der Thür. „Drhfesdale, duhast den Ruf eines guten Kcicgsmanncs; triff alle Borsichts-maßregeln. — Heiliger Gott! daß ich so offen verhöhnt wer-den konnte!"