tcr», Partisane», Pistole» oder andern Waffen, wie sie ihnengerade in der Eile vor die Hand gekommen waren. Zwischenbeiden Parteien stand Georg von Douglas, die Arme übereinander geschlagen, die Augen auf den Boden gesenkt, wieein Verbrecher, der nicht leugnen kann und doch auch nichtgestehen will, nachdem er auf der That ertappt worden ist.
„Sprich, Georg von Douglas," sagte Frau von Lochte-ven, „sprich und reinige dich von dem schrecklichen Verdachte,der auf deinem Namen ruht. Sage: »Nie ist ein Douglastreulos gewesen, und ich bin ein Douglas.« Sage dies, theucr-stcr Sohn; es ist Alles, was ich von dir verlange, um deinenNamen rein zu halten, selbst wo eine so häßliche Beschuldigungauf dir ruht. Sage, cs war nur die List dieser unglückseligenWeiber und dieses falschen Buben, welche den Plan einer fürSchottland so vcrhängnißvollen, für das Haus deines Vaters soverderblichen Flucht entworfen haben."
„Madame," nahm Dryfesdale, der alte Hofmeister, dasWort: „das muß ich zu Gunsten dieses albernen Kämmers»»-kcrs sagen, daß er zum Aufschlicßen der Thüren nicht bchülf-lich sein konnte; denn ich selber habe ihn gestern Abend ausder Burg ausgcsperrt. Mag dies Nachtstück entworfen haben,wer da wolle, der Antheil des Jungen daran scheint geringzu sein."
„Du lügst, Dryfesdalc!" rief die Burgfrau. „Du möch-test die Schmach aus das Haus deines Herrn werfen, um dasnichtswürdigc Leben eines Zigeuncrbubcn zu retten."
„Sein Tod wäre mir lieber als sein Leben," versetzte mür-risch der Hofmeister; „aber was wahr ist, ist wahr."
Bei diesen Worten erhob Douglas sei» Haupt, richtetesich empor, daß er in seiner vollen Größe da stand, und sprachunerschrocken und ruhig, wie Einer, der einen festen Entschluß