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5 (1851) Der Abt
Entstehung
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Person im rothcn Mantel stand mit übereinander geschlagenenArmen in dem Gange, die Augen ungeduldig auf den Mondgerichtet, als zürne sie ihm, daß er sie durch sein Helles Lichtverrathe. In einem Augenblick stand Roland Gracme vor ihr.Eine hübsche Nacht, Fräulein Katharine, für eine jungeDame, verkleidet hcrumzustreichen und mit Männern in einemGarten zusammenzutrcffen."

Still! still!" sprach der Angcrcdete,du Hanswurst,und sag' uns mit einem Wort, ob du Feind oder Freund bist."

Wie kann ich Freund sein mit Einer, die mich mitschönen Worten täuscht und die den Douglas heißt, seinenDolch gegen mich gebrauchen?" erwiderte Roland.

Der Leusel hole den Georg von Douglas und dich dazu,du gcborner Narr und gcschworner Planverdcrbcr," entgegnet«der Rothmankel.Wir werden entdeckt, und dann ist Lod dieLosung."

Katharine," sprach der Kammcrjunkcr,Ihr habt falsch undgrausam an mir gehandelt. Der Augenblick der Erklärung istjetzt gekommen. Weder er noch Ihr sollt mir entschlüpfen."

Wahnsinniger Mensch!" versetzte der Rothmantel.Ichbin weder Käthe noch Katharine. Der Mond scheint dochwohl hell genug, um den Hirsch von der Hirschkuh zu unter-scheiden."

Mit dieser Ausflucht kommt Ihr mir nicht durch, schönesFräulein," sprach der Kammerjunker, die Ecke ihres Purpur-mantels fassend.Diesmal wenigstens will ich sehen, mitwem ich es zu thun habe."

Laß los!" sprach sic, ihm den Mantel zu entwindensuchend, und in einem Lone, welcher verrieth, daß Zorn undLachlust mit einander kämpften, fügte sie hinzu:Macht Ihrso wenig Umstände mit einer Tochter von Sehton?"