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5 (1851) Der Abt
Entstehung
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rechnet, keinen Verdacht in Betreff seiner Geneigtheit, die-nigin Maria zu begünstigen, aufkommen zu lassen. Namentlichvermied er jede Hindeutung auf die Erscheinung von MagdalcneGraeme und von Pater Ambrosius. Nach einem langen Verhörwurde er endlich entlassen mit Acußerungcn, welche in demMunde der wortkargen und finsteren Burgfrau als freundlichund günstig gelten konnten.

Seine erste Sorge war, einige Erfrischungen zu erhalten,die ihm mit mehr Willigkeit von einem gutmüthigen Speisc-meister verabreicht wurden, als von Dryfesdale. Letzterer warbei dieser Gelegenheit sehr geneigt, bei dem Brauch des HausesPuddingburn zu bleiben, wo

Wer nicht erschien beim ersten Ruf im Saal,

Der mußte fasten bis juni nächsten Malst.

Da Roland für den Abend von der Königin beurlaubtwar, und da die Gesellschaft, welche er sonst in der Burg findenkonnte, ihm nicht sehr zusagtc, so schlich er nach Beendigungseines Mahles in de» Garten, wo er zu jeder Zeit seine Muße-stunden zubringen durfte. In diesem Garten hatte der Er-findungsgeist des Gärtners das Mögliche gethan, um aus einemkleinen Raum viel zu machen, und durch steinerne, mit Bild-werk verzierte Scheidewände und durch lebendige Hecken so vieleWindungen und Abwechslungen hervorzubringen, als der be-schränkte Umfang erlaubte.

In trüber Stimmung durchwandelte der Jüngling deneinsamen Ort. Er gedachte der Erlebnisse des Tages und ver-glich das, was der Abt hatte fallen lassen, mit dem, was erselber an Georg Douglas bemerkt hatte.Es kan» nicht an-ders sein," war der schmerzliche aber unvermeidliche Schluß,zu dem er kam.Nur durch seine Hülfe ist sie im Stande,