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wollte er ihre Aufmerksamkeit in Anspruch nehmen, und ant-wortete: „Madame, es ist mir kein erwähnenswcrthes Ver-gehen, oder vielmehr cs ist mir gar kein Vergehen vorgckom-men, ausgenommen, daß eine kecke Jungfer ihre Hand etwaszu vertraut mit der Wange eines Schauspielers machte und inGefahr gerieth, in den See getaucht zu werden."
Während der letzten Worte richtete er seine Augen vor-übergehend auf Katharinen. Allein sie hörte mit vollkommenerUnbefangenheit die Andeutung, welche sie seiner Meinung nachin Schrecken und Verwirrung hätte setzen müssen.
„Ich will Ew. Durchlaucht nicht länger mit meiner Ge-genwart belästigen," sprach die Frau von Lochleven, „es seidenn, daß Ihr mir einen Befehl zu geben habt."
„Durchaus keinen, Unsere gute Wirthin," versetzte dieKönigin; „höchstens möchten Wir Euch bitten, Ihr möchtetes in Zukunft nicht für nöthig halten, etwas Besseres, wasIhr zu thun habt, zurückzusetzen, um Uns so lange Eure Auf-wartung zu machen."
„Möchte es Euch vielleicht gefallen," fuhr die Burgfraufort, „diesem jungen Herrn zu befehlen, daß er Uns begleite,damit ich von ihm Rachweisung über die Sachen erhalte, welchezu Ew. Durchlaucht Gebrauch hierher geschickt worden sind?"
„Wir können nicht verweigern, was Euch gefällt zu be-gehren, Madame," antwortete die Königin. „Gehe mit dergnädigen Frau, Roland, wenn wirklich Unser Befehl erfor-derlich ist, damit du cs thuest. Wir wollen morgen deinenBericht von den Lustbarkeiten zu Kinroß anhörcn. Für diesenAbend entheben Wir dich der Aufwartung bei Uns."
Roland ging mit der Frau von Lochlcvcn. Sie verfehltenicht, ihm allerlei Fragen zu stellen über das, was bei denFestlichkeiten vorgefallen war. Seine Antworten waren be-