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5 (1851) Der Abt
Entstehung
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Maria Fleming," sprach die Königin, sich herumdrehcndund sich in ihren Mantel wickelnd,ich wollte, wir hättenauf dem Rost des Kamins eine oder zwei Wellen von denDornen, welche die Frau von Lochlcvcn so schön beschreibt.Mich däucht, die feuchte Luft von dem See, welche diese ge-wölbten Zimmer erfüllt, macht sie tödtlich kalt."

Ew. Durchlaucht Wille soll geschehn," nahm die Burg-frau das Wort.Doch dürft' ich so frei sein zu erinnern, daßwir jetzt Sommer haben?"

Ich danke Euch für die Belehrung, gute Frau," sprachdie Königin.Gefangene erfahren besser aus dem Munde dee>Kerkermeisters, in welcher Zeit sie lebe», als aus irgend einemWechsel der Jahreszeiten, den sie selber empfunden. Alsonochmals, Roland Graeme, wie war es bei dem Fest?"

Lustig, Madame," antwortete der Kammerjunkcr.Aberdie Belustigungen waren von der gewöhnlichen Art und ver-dienen nicht, vor Ew. Hoheit Ohren erzählt zu werden."

O," sprach die Königin,Ihr wißt nicht, wie nach-sichtig mein Ohr geworden ist gegen Alles, was auf Freiheitund auf die Vergnügungen der Freien deutet. Mich dünkt,ich würde mit größerem Vergnügen die lustigen Dorfbewohnerihren Reigen um den Maien haben tanzen sehen, als den präch-tigsten Maskeraden in einem Palast bcigewohnt haben. KeineMauern um sich zu sehen, das Gefühl, daß man den grünenRasen unter den Füßen hat, welche frei auf demselben herum-treten dürfen, das wiegt Alles auf, was durch Kunst und Glanzzur Erhöhung mehr hosmäßiger Lust geschehen kann."

Ich hoffe," nahm die Burgfrau das Wort,cs hat beidiesen Lhorhciten keinen Unfug und keine Unordnung gegeben,wozu sie so leicht führen."

Roland warf einen verstohlenen Blick auf Katharinen, als