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5 (1851) Der Abt
Entstehung
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daß Euer Geräthe in guter Hand sei. Freilich können WirEure Ungeduld entschuldigen, in Betracht, daß diese fürstlichenGemächer so sparsam ausgcstattet sind, daß Wir nicht einmalim Stande waren, Euch einen Stuhl anzubictcn während derlangen Zeit, daß Ihr Uns das Vergnügen Eurer Gesellschaftgeschenkt habt."

Mehr der Wille, Madame," erwiedcrtc die Burgfrau,mehr der Wille, eine solche Bequemlichkeit'anzubieten, fehlte,als die Mittel."

Was?" sagte die Königin, sich mit der Miene der Ver-wunderung im Zimmer umschend;es sind Stühle in diesemGemach? Eins zwei nicht weniger als vier, den zer-brochenen mitgerechnet. Eine königliche Ausstattung. Wir habensie nicht bemerkt. Will cs Ew. Gnaden gefallen, Platz zunehmen?"

Nein, Madame," anwortete die Frau von Lochleven,ich will Euch augenblicklich von meiner Gegenwart befreien,und so lange ich bei Euch bin, können meine alten Glieder eherErmüdung ertragen, als sich bücken, um von Eurer gezwungenenHöflichkeit Gebrauch zu machen."

Nein, Frau von Lochleven, wenn Ihr die Sache so sehrzu Herzen nehmt," sprach die Königin, aufstchend und ihr aufden leeren Stuhl winkend,dann möchte ich lieber, Ihr nähmetmeinen ledigen Sitz ein. Ihr seid nicht die erste von EurerFamilie, die dies gethan hat."

Die Frau von Lochleven verbeugte sich ablehnend, schienaber mit Mühe eine zornige Erwiderung, die sie auf der Zungehatte, zu unterdrücken.

Während dieser Kittern Unterredung war die Aufmerksam-keit Rolands fast ganz und gar durch das Eintreten von Katha-rina Scyton in Anspruch genommen worden. Sie kam aus