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5 (1851) Der Abt
Entstehung
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des Nachmittags in das Gemach der Königin komme. SeinScharfsinn entdeckte bald den Grund.Sie will," dachte er,Zeuge meines Zusammentreffens mit der Königin bei meinerRückkehr sein, um zu sehen, ob ein geheimes Einverständnis,zwischen uns obwaltet. Ich muß auf meiner Hut sein."

Mit diesem Entschluß trat er in das Gesellschaftszimmer ein.Die Königin saß auf ihrem Stuhl, Frau Fleming stand ander Rücklchne desselben, und Frau von Lochlcven stand vordem Stuhl der Königin und zwar sichtlich zu ihrem großenVerdruß, bereits seit einer Stunde. Bei seinem Eintretenmachte Roland eine tiefe Verbeugung gegen die Königin, eineandere gegen die Frau von Lochlcven und blieb Kann ruhigstehen, die an ihn zu richtenden Fragen abwartcnd.

Die Frau von Lochleven begann:So, junger Mensch,seid Ihr endlich zurückgekommen?" Unwillig hielt sie inne;die Königin aber nahm, ohne auf sie zu achten, das Wortund sprach:Roland, seid uns willkommen. Ihr habt Euchals die treue Laube bewährt und nicht als Naben. Und dochhätte ich Euch vergeben können, wenn Ihr, einmal aus unse-rer vom Wasser umflutheten Arche heraus, nicht mehr zuuns zurückgekommen wäret. Ich hoffe, Ihr habt uns einenOclzweig mitgebracht, denn unsere gute, würdige Hausfrau hatsich sehr ereifert über Euer langes Ausbleiben, so daß wir niemehr, als jetzt, eines Zeichens des Friedens und der Versöh-nung bedurft haben."

Ich bedaurc, Madame," erwiderte der Kammcrjunkcr,daß ich ausgehaltcn worden bin. Allein durch das lange Aus-bleiben des,Mannes, welchem die Sachen zur Besorgung über-geben waren, sind dieselben erst spät am Lage mir zugckommen."

Da seht Jhr's!" sprach die Königin zur Frau von Loch-leven.Wir konnten Euch nicht überreden, theuerste Wirthin,